Einer der großen Pioniere des modernen Regattasegelns war der Australier Rolly Tasker (1926 – 2012), der vor genau 70 Jahren mit einem Startkapital von 500 Australischen Dollar die Segelmacherei Rolly Tasker Sails gründete, die heute mit insgesamt 2,3 Millionen verkaufter Segel, vor allem Fahrten- und Clubrace-Segel, zu den größten der Welt zählt.

1956 ersegelte Rolly Tasker die allererste Olympische Medaille für Australien überhaupt, es folgte eine weltweite „Karriere“ als einer der erfolgreichsten Regattasegler seiner Generation. Vor allem im Flying Dutchman trat er dabei auch gegen den berühmten Dänen Paul Elvstrøm an, der Tasker in einem seiner Bücher als einen seiner gefährlichsten Gegner beschrieb. Die meisten Segler dieser „Pioniergeneration“ kannten sich gut, waren auf dem Wasser oft erbitterte Konkurrenten und an Land Freunde. Tasker hatte beste freundschaftliche Kontakte beispielsweise zu den Brüdern Peter und dem jüngst leider verstorbenen Olaf Harken, sowie zu Lowell North und Ted Hood, oder auch zu Dave Ullmann oder Bertrand Cheret.

Nach den Anfängen in Australien startete Rolly Tasker schon 1961 einen Ableger seiner Segelmacherei in Hong Kong, 1992 eröffnete er sein erstes Segelloft in Phuket, Thailand. Tasker selbst war mit Liebe und Leidenschaft dabei, immer begierig Neues zu lernen und machte am liebsten alles selbst. Im Laufe seines Lebens konstruierte und baute er 26 verschiedene Rennyachten, darunter fast alle seiner berühmten Oceanracer namens „Siska“, für die er natürlich die Segel, Masten, das Rigging und die meisten Decksbeschläge selber herstellte. Mehr als 2000 Rennen segelte er ohne jeden Schaden und ohne eins davon aufgeben zu müssen.

2006 eröffnete Tasker eine neue, von ihm entworfene Segelmacherei in Phuket. Mit einer Fläche von über 9000 Quadratmetern hat es den größten Segelboden der Welt, heute arbeiten hier 120 besonders motivierte, weil langjährig der Firma treu bleibende Mitarbeiter: Segeldesigner, Segelmacher, Rigger, Mastenbauer, Seiler, Ingenieure und Bürofachkräfte. Produziert wird nach ISO Standard, und es werden nicht nur Segel hergestellt, sondern auch Kleinbeschläge, Tauwerk, Spieren und komplette Riggs. Also alles aus einer Hand, vor allem aber mit nur einem gleichbleibenden und gewissenhaft eingehaltenen Qualitätsstandard, auf den die Kunden sich verlassen können – ob in Australien oder Deutschland, in Amerika oder Frankreich. Eine schlanke Managementstruktur trägt außerdem dazu bei, dass alle Segel über ein stetig wachsendes, stark motiviertes Händlernetzwerk weltweit zum besten Preis- Leistungsverhältnis angeboten werden können. Ein junges und begeistertes Team aktiver Segler bietet den Kunden in den jeweiligen Ländern eine persönliche Beratung und stets den besten Service.

Der heutige CEO der global agierenden Segelmacherei, Sven Cornelius aus Bremen, hat einige Jahre sehr intensiv mit Rolly Tasker zusammengearbeitet. Dabei hat sich ein sehr vertrautes, Familienähnliches Verhältnis zu Rolly und Kerry Tasker entwickelt. Und wie in einer Familienfirma sieht sich auch Cornelius vor allem als der Nachfolger des Firmengründers, der das Unternehmen langfristig weiterführen wird.